Garten-Glossar

Hier findet Ihr ein Garten-Lexikon, welches sich mit Begriffen von A-Z rund um den Garten beschäftigt. Das Glossar wird ständig erweitert. Ich würde mich über Themenvorschläge freuen.

 

Glossar A

Das Garten-Glossar beinhaltet 338 Einträge

Ableger

Im weiteren Sinne Sammelbegriff für alle vegetativ vermehrte Pflanzen. Im engeren Sinne Art der vegetativen Vermehrung, bei der junge Triebe einer Mutterpflanze flach in den Boden gelegt werden, so daß dort neue Jungpflanzen entstehen. Durch Einschneiden des Triebes im Erdboden wird dort die Wurzelbildung angeregt.

Abmoosen

Vegetative Vermehrung durch Luftableger. Diese Technik gleicht dem Absenken, nur daß die Bewurzelung nicht nach Triebumbiegung in der Erde erfolgt sondern im feuchten Moos an der Luft. Sie wird vor allem bei zu hoch gewachsenen Zimmerpflanzen und bei Bonsaipflanzen angewendet.

Absenken

Vegetative Vermehrung, bei der ein- oder zweijährige Triebe einer Mutterpflanze umgebogen und derart in den Boden eingelegt werden, daß die Spitze des Triebes wieder herausschaut. Durch Einschneiden des Triebes im Erdboden wird dort die Wurzelbildung angeregt.

Achäne

Aus unterständigem Fruchtknoten entstandene Schließfrucht, bei der Frucht- und Samenschale verwachsen sind (Korbblütengewächse). Siehe auch Karyopse.

Adventivknospen

Zusatzknospen, die spontan oder nach einer Verletzung an ganz ungewöhnlichen Stellen von Sprossen, Blättern und Wurzeln neu gebildet werden. Sie werden also erst im Bedarfsfall aus undifferenziertem Kallusgewebe angelegt und sind in der Regel nicht mit dem Mark verbunden. Daher können sie haufenweise oder auch nur zerstreut an selbst voll entwickelten und oft ganz alten Pflanzenteilen auftreten (z.B. Stockausschlag, Wurzelbrut, Wasserreiser). Siehe auch Proventivknospen.

Adventivsprosse

Als Adventivsprosse werden solche Sprosse bezeichnet, die auf Grund eines äußeren Reizes, z.B. einer Verletzung, entstehen. Der Stockausschlag nach dem Fällen eines Baumes ist eine solche adventive Sproßbildung.

Adventivwurzeln

Als Adventivwurzeln werden Sproßbürtige Wurzeln bezeichnet, die auf Grund eines äußeren Reizes, z.B. einer Verletzung, entstehen, z.B. an Blattstecklingen oder bei einer Gallbildung.

Alkalischer Boden

mit einem pH-Wert über 7

Allee

Von Bäumen oder beschnittenen Hecken gesäumter Weg; im Italienischen Viale genannt

Anaerob

ein Prozess ohne Sauerstoff

Androeceum

Als Androeceum bezeichnet man den männlichen Blütenanteil mit den Staubblättern einer Blüte

Androgynophor

Es bezeichnet einen verlängerten, röhren- beziehungsweise säulenförmigen Abschnitt, der Staubblätter und Stempel über die Blütenhülle hinaushebt.

Angiessen

gießen des Stengels einer frisch verpflanzten Pflanze, um den Boden an den Wurzeln zu verfestigen.

Angsttrieb

Angsttriebe sind zusätzliche Triebe, die ein Baum an der Oberseite der Hauptäste ausbildet. Dies geschieht meist bei Bäumen, die erhöhtem Stress durch Luftschadstoffeinträge ausgesetzt sind. Solche Auswüchse werden auch als Wassertriebe oder Wasserreiser bezeichnet. Die Angsttriebe dienen vermutlich dazu, die fehlende Photosynthese- und Transpirationsleistungen der anderen Triebe, die durch die Luftschadstoffe und der daraus resultierenden Vertrocknung beschädigt wurden oder abgestorben sind, zu ersetzen.

Anisophyllie

Die Anisophyllie ist ein Begriff aus der Botanik. Sie bezeichnet das Vorkommen von unterschiedlichen Blattgrößen an einem Trieb einer Pflanze. Anisophyllie tritt zum Beispiel bei der Weißtanne, beim Ahorn oder bei der Roßkastanie auf.

Anthere

Die Antheren oder Staubbeutel bilden den oberen Teil des Staubblattes. Die beiden Kompartimente, in denen die Pollen gebildet werden, die Theken, sind durch ein steriles Konnektiv miteinander verbunden. Jede Theka enthält zwei Pollensäcke, in denen die Pollenbildung erfolgt.

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