Juli

Ziergarten:Juli

Erfahrene Hobbygärtner denken bereits an das nächste Blütenjahr. Denn schon jetzt ist Pflanzzeit für die ersten Stauden, die im Frühling blühen, für Schwertlilien, Pfingstrosen, Steppenkerze und für einige Knollengewächse, die bereits in diesen Wochen in die Erde können. Tulpen und Narzissen folgen 4 bis 6 Wochen später.

 

Abgeblühte Blütenstiele:

Bei Rosen, Stauden und großblütigen Sommerblumen ist alles Verblühte laufend zu entfernen. Auch an den Rhododendren und am Flieder sind Samenansätze zu finden, die entfernt werden müssen. Stauden die zweimal blühen, wie Rittersporn und Trollblumen, werden sofort nach der Blüte abgeschnitten. Der Boden ist zu lockern und die Stauden an heißen Tagen mit Wasser zu versorgen, aber nicht mehr zu düngen.

 

Containerpflanzen:

Früher wurde nur im Frühjahr und im Herbst gepflanzt, auch heute ist der Sommer noch als Pflanzzeit verboten, wenn es um Gehölze ohne feste Wurzelballen geht. Es sei denn, die Pflanzen stehen in einem Container, d.h. in einem blumentopfähnlichen Behälter aus Kunststoff oder Folie sind sowohl die Wurzeln als auch die Erde der Pflanze fest komprimiert. Sträucher, Bäume und Stauden können dadurch jederzeit gepflanzt werden, und ein sofortiges Weiterwachsen der Pflanzen ist möglich, da die Wurzeln unbeschädigt bleiben.

Vor dem Pflanzen sind die Container solange zu wässern, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Danach wird der Container oder die Folie entfernt, der Wurzelballen durch Klopfen gelockert und die Pflanze herausgenommen.

Der Boden sollte vor der Pflanzung durch Torfbeigaben und organischen Dünger verbessert werden. Die Pflanze selbst sollte etwa 5 cm tief unter der Erdoberfläche sitzen und mit Erde bedeckt werden, dabei ist für ein Gießrand zu sorgen.

 

Weitere Arbeiten:

Auch Anfang Juli können noch "Zweijährige", wie Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Goldlack und andere ausgesät werden.

Es ist darauf zu achten, dass die im Frühjahr gepflanzten Gehölze, Hecken und Rosen bei den sommerlichen Temperaturen viel Wasser benötigen, da ihr Wurzelwerk noch nicht so tief in den Boden reicht.

Auf Krankheiten bei Rosen achten und bereits bei den ersten Anzeichen bekämpfen.

 

Rasen:

Der Rasen ist bei lang anhaltender Trockenheit durchdringend zu wässern, so dass auch die tiefer liegenden Wurzeln ausreichend mit Wasser versorgt werden.

In der Mittagshitze sollte möglichst nicht gewässert werden, um den Verdunstungsverlust zu vermeiden. Im Sommer genügt je nach Wachstumsstand, alle 8 - 10 Tage ein Schnitt. Dadurch wird das schnelle und allzu starke Austrocknen des Bodens vermieden. Geschnitten wird, wenn die Blattspitzen etwa 8 cm hoch sind. Die Häufigkeit des Schnittes ist auch von dem Ernährungszustand des Rasens abhängig. Nach Möglichkeit sollte nach dem Mähen bei trockenem Wetter gründlich gewässert werden, damit sich der Rasen schneller regenerieren kann. Nährstoffmangel, der sich an einer leichten Gelbfärbung der Rasengräser bemerkbar macht, sollte durch entsprechende Düngergaben beseitigt werden. Die Verwendung eines Spezialdüngers ist zu empfehlen, da er die Nährstoffe in der richtigen Dosierung enthält.

 

Gemüsegarten:

Außer der Ernte vom Gemüse ist auch deren Pflege nicht zu vernachlässigen. So sind die Tomaten aufzubinden, auszugeizen und alle zwei Wochen flüssig zu düngen. Die Bohnen sind anzuhäufeln und ständig durchzupflücken, auch die 'Schoten' der Erbsen sind rechtzeitig zu ernten.

Für die Ernte der einzelnen Gemüsesorten sollte man sich folgende Erntezeiten merken: Blattgemüse am Abend schneiden oder ziehen, Knollen und Wurzeln sind dagegen besser erst am Morgen zu ernten

 

Obstgarten:

Von den Süßkirschen hängen nur noch die die späten Sorten an den Bäumen. Die hellen Sauerkirschen reifen nun heran und gegen Monatsende beginnt die Erntezeit der Schattenmorellen. Bis Mitte Juli kann man die Johannisbeeren am Strauch hängen lassen, um so gehaltvoller im Geschmack werden sie. Begrenzt gilt dies auch für Stachelbeeren. Die Obsternte von Pfirsichen, Aprikosen, Birnen und Äpfeln sollte nicht vor der Vollreife der Früchte erfolgen, denn zu früh gepflückten Früchten fehlt es an Farbe, Zucker und fruchtiger Säure.

 

Sommerschnitt der Obstgehölze:

Die Schattenmorellen müssen nach der Ernte an den Langtrieben eingekürzt werden. Auch bei den anderen Obstgehölzen sind die Konkurrenztriebe zu entfernen und die Wasserschosse sollten weg geschnitten werden. Von Ende Juli bis Mitte September sind die abgeernteten Obstbäume zu schneiden und zwar verheilen die Wunden jetzt besser als nach einem Winterschnitt.

Nach der Ernte der Beerensträucher, wie Johannisbeere, Himbeere und Stachelbeeren, sollten alle alten und kreuzenden Triebe herausgeschnitten werden, damit Licht und Luft an die Zweige herankommt.

 

Erdbeeren:

Ist die Erdbeerernte beendet, so ist das Unkraut vonden Beeten zu entfernen und der Boden oberflächlich zu lockern. Bleibt die Pflanzung jedoch noch ein Jahr stehen, dann sollte auch gleichzeitig noch gedüngt werden.

 

Balkon- und Kübelpflanzen:

An heißen Tagen sind die Balkon- und Kübelpflanzen zweimal zu gießen und zwar morgens und abends. Auch mit einem Spezialdünger müssen die Pflanzen versorgt werden . Vor der Düngung müssen die Pflanzen gegossen werden. Die abgeblühten Blütenstände sind immer sorgfältig zu entfernen um die Pflanze nicht unnötig zu schwächen.

 

Hochstämmchen:

Im Sommer brauchen sie viel Wasser und von Juni bis August jede Woche reichlich Dünger. Etwa doppelt soviel wie Balkonpflanzen, da sie in relativ kleinen Gefäßen stehen. Von Fuchsien, Geranien, Oleander und anderen Kübelpflanzen kann man Stecklinge schneiden. Diese sind mit Sicherheit gern gesehene Mitbringsel beim Besuch anderer Garten- oder Balkonliebhaber.

 

Geräte:

Schlauchanschlüsse und Kupplungssysteme oder Wassersteckarmaturen erleichtern heute die Bewässerung eines Gartens erheblich. Auch Regner, die einfach anzuschließen sind ersparen viel Zeit und sorgen für eine sprühnebelartige Wasserversorgung, was die Pflanzen sehr zu schätzen wissen.

Im Handel werden Rund- und Viereckregner, Hochregner, Großflächenregner und Dreharmregner angeboten. Mit Sektorenregnern lassen sich kleine bis größere Kreisausschnitte beregnen und Gartenteile aussparen, die nicht nass werden sollen.

Mit Wasserzeitschaltuhren lässt sich die Beregung automatisch regulieren. Nach vorprogrammierter Zeit schaltet sie die Wasserzufuhr ein und auch wieder ab.