Mai

Ziergarten:Mai

Nach den Eisheiligen Mitte Mai können selbst die empfindlichsten Pflanzen nach draußen. Auch neue Wasserpflanzen dürfen nun in den Teich. Von einigen Ausnahmen abgesehen, ist jetzt die beste Pflanzzeit für Stauden. Jedoch sollte, besonders bei trockenem und sonnigen Wetter, für eine regelmäßige Bewässerung gesorgt werden. Von den bereits abgeblühten Vorfrühlingsstauden sind die verwelkten Blüten zu entfernen.

Im Frühsommer ist reichlich Pflege angesagt: welke Frühlingsblumen abschneiden, hochwachsende Stauden mit schwachen Stielen stützen, wöchentlich den Rasen mähen und Ende Mai düngen.

Überall gibt es jetzt vorgezogene Sommerblumen zu kaufen, mit denen man Balkon, Terrasse und Garten schmücken kann.

Neben den Sommerblumen für Beete gibt es noch eine Reihe einjähriger Schlinger, die als rasch wachsende Pflanzen vor allem zum schnellen Begrünen von Wänden, Zäunen und Pergolen.

 

Rhododendren:

Die Beliebtheit dieser Pflanzen wird immer größer, das gilt nicht nur für die immergrünen Arten, sondern auch für die wundervoll duftenden, laubabwerfenden Sorten. Auch die Robustheit und Gesundheit dieser Ziersträucher ist beachtenswert. Sie werden in Baumschulen in verschiedenen Formen und zahlreichen Farben angeboten. Da Rhododendren in voller Blüte, also auch im Mai gepflanzt werden können, hat man somit die Möglichkeit, sich die Farbe auszusuchen, die in den Garten passt.

Einzeln stehenden Rhododendren sollte man Begleitpflanzen zuordnen, die vor oder nach diesen Blütensträuchern blühen. Das ergibt fantastische Arrangements, jedoch sind flachwurzelnde Bäume und Sträucher dazu ungeeignet.

 

Pflanzzeit:

Nicht nur Stauden und Nadelgehölze werden jetzt gepflanzt, sondern auch Dahlien, Gladiolen und andere im Sommer blühende Blumenzwiebeln und Knollen. Sie sind vor allem für sonnige Flächen im Garten geeignet.

Nicht vergessen sollte man die verschiedenen Variationsmöglichkeiten. So gibt es einige wenige Sommerblumen, die auch an schattigen Stellen blühen, wie Knollenbegonien, Fuchsien, Fleißiges Lieschen.

 

Anzucht von zweijährigen Blumen:

Im Gegensatz zu den einjährigen Sommerblumen benötigen die zweijährigen zur Entwicklung von Blättern und Blüten zwei Vegetationsperioden. Das bedeutet, sie werden im Sommer -Juni/Juli- ausgesät und blühen dann schon im Frühjahr des nächsten Jahres.

Zu den zweijährigen gehören, außer den Stiefmütterchen und Tausendschön, der Fingerhut, die Marienglockenblume, die Stockrose oder Malve, die Bartnelken und die Königskerze. Auf diese blühfreudigen Pflanzen sollte man nicht verzichten. Eine Selbstanzucht von Stiefmütterchen und Tausendschön ist ohne große Probleme im Frühbeetkasten möglich, da im Sommer ausgesät wird.

Bis zur Keimung sollte das Saatbeet feucht und dunkel gehalten werden. Nach dem Aufgehen der Saat muss es hell, aber nicht sonnig, sondern nur mäßig feucht sein, allerdings auch nie völlig trocken. Wenn die jungen Pflänzchen sich fassen lassen, dann sind die zu dicht stehenden herauszunehmen und auf ein anderes Beet in einem Abstand von 15 - 20 cm einzusetzen.

Es empfiehlt sich, bei Stiefmütterchen, Bellis und Bartnelken Farbsorten auszusäen und keine Mischungen, da die Farbauswahl nur selten ein befriedigendes Ergebnis bringt.

 

Rasen:

Die Pflanzen müssen in diesen Frühsommerwochen stetig am Wachstum gehalten werden. Daher muss der Rasen immer wieder gedüngt werden, damit Verbrauchtes ersetzt werden kann. Am preiswertesten und einfachsten ist die Verwendung eines mineralischen Volldüngers, der in 3 Gaben von etwa 40g/qm im Frühjahr nach dem ersten oder zweiten Schnitt, dann im Juli und schließlich noch einmal Anfang Oktober ausgestreut werden soll. Um die Humusbildung zu fördern, kann man zusätzlich im zeitigen Frühjahr, einen organischen Torfmischdünger oder, falls vorhanden, Kompost ausbringen.

Bestens geeignet sind Spezial-Rasendünger, meistens Markenfabrikate mit gezielt für den Bedarf von Gräsern zusammengestellten Nährstoffkomponenten und mit Langzeitwirkung. Die Mengen und die Handhabung des auszubringenden Konzentrats ist den Packungsbeilagen zu entnehmen. Um das Wachstum der Pflanzen optimal zu gestalten, sollte bei trockener Witterung rechtzeitig gegossen werden. Die Pflanzen müssen in diesen Frühsommerwochen stetig am Wachsen gehalten werden.

 

Gemüsegarten:

Im Gemüsegarten werden die ersten Frühjahrsarten schon geerntet. Wichtig ist jetzt vor allem das Säen und Pflanzen der frostempfindlichen Arten. Dazu zählen Bohnen, Gurken, Kürbisse, Tomaten, Paprika, Auberginen usw. Auch Sellerie gehört dazu. Doch hat man es mit dieser Gemüseart nicht so eilig, da diese meist erst in den Herbstwochen geerntet wird.

Salate sollten eine besondere Beachtung finden, ihre Angebotspalette ist enorm groß. Man sollte bei der Auswahl nicht nur die grün- bzw. gelbblättrigen Sorte berücksichtigen, sondern auch die rotblättrigen Arten in Erwägung ziehen.

 

Obstgarten:

Sofort nach der Blüte sind die Pfirsichbäume zu schneiden. Im Fachjargon nennt man diese Maßnahme den “Fruchtholzschnitt”.

Bei Walnussbäumen wird jeder Schnitteingriff nur während der Vegetationszeit, also während der Sommermonate, getätigt. Bei einem Schnitt Ausgangs des Winters und im Vorfrühjahr, wenn der Saftaufstieg bereits eingesetzt hat, ist mit starkem Bluten der Schnittwunden zu rechnen. Dies kann eine erhebliche Schwächung des Baumes zur Folge haben. Die Schnittflächen sind dann unbedingt mit einem Wundverschlussmittel zu bestreichen.

 

Erdbeeren:

Um die Früchte vor Verschmutzung und Fäulnis zu bewahren, empfiehlt es sich diese durch Folien und dgl. zu schützen. Vor diesen Arbeiten sollte das Unkraut noch einmal bekämpft werden, damit man später die Pflückarbeit ungehindert vornehmen kann. Ist es während der Zeit der Fruchtreife über längeren Zeitraum zu trocken, reagieren die Erdbeerfrüchte sehr schnell auf diese Witterung. Sie erreichen dann keine ausreichende Größe und reifen nicht gleichmäßig aus. Es kommt zu einer Art Notreife. Deshalb sollte während trockener Perioden immer zusätzlich bewässert werden. Werden für ein neues Erdbeerbeet frühzeitig gut bewurzelte Ausläufer benötigt, dann sollte man bereits jetzt die reichblühenden, gesunden Pflanzen kennzeichnen. Zwickt man dann die Blüten noch aus, so erfolgt eine rasche Entwicklung der Ausläufer, die gegen Anfang August auf das neue Beet gepflanzt werden können. Auf diese Art kann man bereits im kommenden Jahr mit einer ertragreichen Ernte rechnen.

 

Balkon- und Kübelpflanzen:

In diesen Minigärten ist Platz für die angestammten Balkonpflanzen wie Geranien, Fuchsien, Petunien usw., aber auch für die ganze Vielfalt dauerblühender Sommerblumen. Schön sehen auch Schlinggewächse aus, wie Kaiserwinden, Schwarzäugige Susanne oder Wicken. Bei der Pflanzung sollte man nicht vergessen, vor dem Einfüllen der Erde, die Gefäße mit einer zentimeterhohen Drainageschicht aus Kieselsteinen oder Tonstücken zu versehen.