Garten-Glossar
Hier findet Ihr ein Garten-Lexikon, welches sich mit Begriffen von A-Z rund um den Garten beschäftigt. Das Glossar wird ständig erweitert. Ich würde mich über Themenvorschläge freuen.
Glossar K
Kallus
Kallus ist ein nicht normal differenziertes Wundgewebe, das bei Verletzungen aus dem Kambium gebildet wird und der Wundheilung dient, indem es zu wuchern beginnt und sich allmählich vom Rand her über die Wunde schiebt und sie überwallt / verschließt.Kalthaus
ungeheizter, aber frostfreier Raum, z.B. Garage; hell für Immergrüne, auch dunkel für LaubabwerfendeKaltkeimer
Die Samenkeimung wird begünstigt durch niedrige Temperaturen zwischen +5 und +10 °C. Ein Keimen in der Natur erfolgt oft erst nach dem Winter (Herbstaussat). Ersatzweise Kühlbehandlung bis maximal +5 °C.Kambium
Kambium ist ein Bildungsgewebe, das aus lauter jungen, nicht weiter spezialisierten, teilungfähigen Zellen besteht. Es liegt sozusagen ringförmig zwischen dem eigendlichem Holz innen und der Rinde außen. Im Kambium findet Zellteilung und Wachstum statt, von hier aus geht die Verzweigung, die "schlafenden Augen" liegen hier, von hier aus geht die Wundheilung von statten.Kapsel
Streufrucht, die sich aus zwei oder mehreren verwachsenen Fruchtblättern gebildet hat. Die Öffnung erfolgt durch Eintrocknung oder Verholzung der Fruchtwand. Man unterscheidet Spaltkapseln (Tulpe, Schwertlilie, Ehrenpreis), die sich entlang der Verwachsungsnähte oder Mittelrippen öffnen, Porenkapseln (Mohn), bei denen die Samen durch Öffnungen unterhalb der Narbe entlassen werden und Deckelkapseln, bei denen sich der obere Teil der Fruchtwand als Ganzes ablöst (Bilsenkraut).Karyopse
Aus oberständigem Fruchtknoten entstandene Schließfrucht, bei der Frucht- und Samenschale verwachsen sind (Süßgräser). Siehe auch Achäne.Keimen
Entwicklung eines Samen zu einem Sämling.Kelchblätter
(Sepalen): Bilden in ihrer Gesamtheit den Blütenkelch.Kernfrucht
Schließfrucht, die sich aus der fleischigen Blütenachse gebildet hat und die dünnwandigen Fruchtblätter und die Samen ("Kerne") umschließt.Klausenfrucht
Diese Bruchfrucht zerfällt längs durch Spaltung echter und falscher Scheidewände. Die Teilfrüchte gehen aus 1 Fruchtknoten hervor und entsprechen einem Mehrfachen der Zahl der Fruchtblätter (Lippenblütler, Boretschgewächse, Wasserstern) .Kletterpflanze
eine Pflanze, die mit Ranken und Haftscheiben an anderen Pflanzen oder Rankhilfen hochklettern. Im weiteren Sinne eine langstämmige Pflanze, die nach oben wächst.Knöllchenbakterien
Knöllchenbakterien leben an den Wurzeln von Leguminosen. Sie regen die Zellen der Wurzeln zum Wachstum an, so daß die typischen Knöllchen entstehen. Die Bakterien sind in der Lage Stickstoff aus der Luft zu binden und anzureichern. Dieser Stickstoff kommt dann der Pflanze zu gute. Im Gegenzug ernähren sich die Bakterien von den energiereichen Kohlehydraten, die die Pflanzen bei der Photosynthese produzieren.Knolle
Rundliches, meist aber unregelmäßig geformtes und ungegliedertes Speicherorgan, das sich durch Verdickung aus nur einem der folgenden Organe (oder auch nur Teilen davon) gebildet hat: entweder aus der Hauptsproßachse bzw. aus dem Seitensprossen, oder aus dem Hypokotyls oder aus der Wurzel. Daher unterscheidet man Sproßknolle (mit der Sonderform Ausläuferknolle), Hypokotylknolle, Speicherwurzel und Wurzelknolle.Knospe
Eine Knospe ist der von Blattanlagen eingehüllte Sproßscheitel. Man unterscheidet die spitzenständige Endknospe (Terminalknospe) und die in den Blattachseln gebildeten Achselknospen (Seitenknospen). Mehrjährige Pflanzen besitzen Erneuerungsknospen, die der Überdauerung ungünstiger Jahreszeiten dienen (z.B. Winterknospen). Siehe auch Proventivknospen und Adventivknospen.Knospenstielfäule (Botrytis Cinerea)
An noch weichen Knospenstielen zeigen sich bräunliche und später schwarze Rindenverfärbungen. Die Knospen hängen herab, öffnen sich nicht mehr und faulen. Diese Krankheit tritt bei feuchter Witterung und starken Temperaturschwankungen im Spätsommer auf.Seite 1 von 2


























