Garten-Glossar

Hier findet Ihr ein Garten-Lexikon, welches sich mit Begriffen von A-Z rund um den Garten beschäftigt. Das Glossar wird ständig erweitert. Ich würde mich über Themenvorschläge freuen.

 

Glossar P

Panaschierung

Panaschierung ist die Buntblättrigkeit von Pflanzen. Die Blätter sind dann grün-weiß oder grün-gelb gefleckt. Sie enthalten in den hellen Bereichen kein grünes Chlorophyll, sondern nur farblose oder gelbliche Farbstoffträger. Buntblättrigkeit kann durch Mutation, Züchtung oder Virusinfekte hervorgerufen werden.

Passionsblumengewächse

Die Passionsblumengewächse (Passifloraceae) sind eine Pflanzenfamilie innerhalb der Bedecktsamer, die in 19 Gattungen gegliedert ist, mit ca. 650 Arten. Sie wachsen in Form von Bäumen, Sträuchern und Lianen. Es sind extraflorale Nektarien an den Nebenblättern vorhanden. Die Früchte sind Kapseln oder Beeren.

Pechnelkenextrakt

Pechnelkenextrakt ist ein Pflanzenstärkungs mittel, welches aus der im Mittelmeergebiet beheimateten Pechnelke (Lychnis viscaria) gewonnen wird. Es fördert das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlingen.

Pergola

ein Spalier oder Gitter an Pfosten für Kletterpflanzen.

Pestizid

ein chemischer Stoff zum vernichten von Schädlingen.

Pfahlwurzler

Pflanzen, die in ihrem Wurzelsystem eine dominierende senkrecht verlaufende Hauptwurzel (Pfahlwurzel) entwickeln und deren Wurzelverzweigung gehemmt ist, so daß oft nur wenigen Nebenwurzeln entstehen. Dadurch ist es möglich, selbst in tieferen Bodenschichten Wasser und Nährstoffe zu erreichen.

Pfropfen (Pflanzen)

Das Pfropfen ist ein Begriff aus dem Pflanzenbau. Diese Art der Veredelung wird bei verschiedenen Zier- und Obstbäumen genutzt. Zur Vermehrung oder zum Erhalt einer Einzelpflanze wird dabei ein Edelreis mit einer Unterlage zusammengefügt. Häufig wird dabei ein angespitzter Zweig in den ab- und eingeschnittenen Stamm einer Jungpflanze gesteckt. Dies geschieht von Hand oder mit einer Veredelungsmaschine über den sogenannten Omegaschnitt.

pH- Wert

Das ist die Zahlenangabe zur Unterscheidung der sauren, neutralen oder basischen Reaktion einer Lösung . Saure Reaktion wird durch Überschuß von Wasserstoff- Ionen verursacht, basische Reaktion wird durch Überschuß von Hydroxid - Ionen verursacht. Lösungen mit pH- Werten von 0 - 2 werden als stark sauer, von 3 - 6 als sauer bis schwach sauer bezeichnet. Ein pH- Wert von 7 ist neutral, 8 - 10 schwach basisch bis basisch und 11 bis 14 bedeutet, daß die Lösung stark basisch reagiert. Auf der Haut eines gesunden Menschen herrscht i.d.R. ein pH - von 5,5 vor. Die Bodenlösung eines gesunden, fruchtbaren Bodens sollte einen pH- Wert zwische 6,3 und 6,5 aufweisen.

Photosythese

Das ist der Vorgang, bei dem aus Kohlendioxid (CO2) und Wasser unter Einwirkung von Lichtenergie Traubenzucker (C6H12O6) und Sauerstoff (O2)entsteht. Die Photosynthese geschieht in den Chloroplasten,- den Organen in der Zelle, die das Blattgrün - das Chlorophyll enthalten. Das Chlorophyll dient gewissermaßen als "Lichtfalle". Zur Photosynthese sind nur alle grünen Pflanzen in der Lage. Sie ist die Grundlage des Lebens auf der Erde. Photosynthesegleichung: 6CO2 + 12H2O à C6H12O6 +6H2O +6O2

Phyllotaxis

Phyllotaxis ist die Lehre der Blattstellung von Pflanzen. Blätter sind am Stängel nicht regellos angeordnet; vielmehr folgt ihre Anordnung bestimmten Regeln, für die einige Botaniker eine eigene Disziplin, die Lehre von der Blattstellung (auch Blattstand oder Phyllotaxis), gegründet haben.

physikalische Bodeneigenschaften

Das Vermögen eines Bodens Wasser zu speichern, die Dichte, das Porenvolumen, wie gut ein Boden belüftet ist und die Beständigkeit seiner Aggregate (siehe Ton - Humus - Komplexe) werden als physikalische Eigenschaften bezeichnet.

Phytohormone

Phytohormone (griechische Einzahl φυτοορμόνη, fitoormóni, „das Pflanzenhormon“) sind biochemisch wirkende, pflanzeneigene (endogene), organische Verbindungen, die als Botenstoffe (sog. Signalmoleküle) Wachstum und Entwicklung der höheren Pflanzen steuern und koordinieren. Neben den echten Phytohormonen gibt es zahlreiche andere Pflanzeninhaltsstoffe, die ebenfalls wachstumsregulatorische Wirkung zeigen, zum Beispiel einige phenolische Verbindungen und Steroide. Diese gehören jedoch definitionsgemäß nicht zu den Pflanzenhormonen.

Pikieren

Pikieren ist das Verpflanzen und Vereinzeln von Sämlingen. Durch das Abreißen der Wurzelspitze wird die Seitenwurzelbildung angeregt.

Pollen

Der Pollen wird von Samenpflanzen zur geschlechtlichen Fortpflanzung produziert. Ein Pollenkorn enthält den haploiden Teil des Erbguts einer Blütenpflanze.

Pollensack

Pollensäcke sind ein Bestandteil der Staubblätter von Pflanzen. Eine Staubblatthälfte besteht jeweils aus zwei Pollensäcken, in deren Pollenfächern sich der Blütenstaub (Pollen) befindet. Bei der Reife der Pollen reißen die Pollenfächer auf und entlassen den Pollen, der durch Wind oder Insekten verbreitet wird.

Proventivknospen

(proventiv = hervorkommend): Ruhende, häufig unsichtbare Reserveknospen (schlafende Augen), die schon früh zur Zeit der Sproßentwicklung angelegt werden, immer mit dem Mark verbunden sind, und jahrelang in diesem nicht voll ausgebildeten embryonalen Stadium verharren können. Sie erwachen erst in besonderen Streßsituationen oder unter hormoneller Einwirkung aus dem Ruhezustand. Siehe auch Adventivknospen.