Garten-Glossar

Hier findet Ihr ein Garten-Lexikon, welches sich mit Begriffen von A-Z rund um den Garten beschäftigt. Das Glossar wird ständig erweitert. Ich würde mich über Themenvorschläge freuen.

 

Glossar R

Radiärsymmetrisch

Radiärsymmetrische (= aktinomorphe, = strahlige, = polysymmetrische, = multlaterale) Blüten weisen mehrere Symmetrieebenen auf und sind sowohl durch Drehung als auch durch Spiegelung zur Deckung zu bringen.

Rahmenpflanzen

Pflanzen, die die Basis und Struktur der Gartengestaltung bilden.

Reihenabstand

Das ist der Abstand zwischen den Pflanzenreihen, der Abstand zwischen den Pflanzen in einer Reihe ist der Pflanzabstand.

Remontieren

Stauden gleich nach der Blüte auf etwa die Hälfte ihrer Höhe zurückschneiden, oder mindestens die Blütenköpfe entfernt.

Resistente Sorte

eine Pflanzensorte, die besonders resistent gegen einen Schädling oder eine Krankheit ist.

Rhizom

Rhizome (auch Kriechsprosse, Erdsprosse oder fälschlicherweise Wurzelstock genannt) sind meist unterirdische, horizontal wachsende, verdickte und stark gestauchte Sproßachsen. Sie dienen der Nährstoffspeicherung und sind anders als die plagiotropen Sproßknollen mehrere Jahre lebensfähig. Die Rhizome wachsen an der Spitze kontinuierlich weiter und sterben im alten Bereich allmählich ab. Aus diesem Grund besitzen sie auch keine Hauptwurzel. Es gibt Rhizome mit durchgängiger Hauptachse, die aus Knospen Laubsprosse entwickeln können, und solche, die jedes Jahr einen sich im Frühjahr aufwärts krümmenden Blühsproß ausbilden und dann durch Seitensprosse weiterwachsen (z.B. Iris, Buschwindröschen).

Rille

schmale Furche zur Aussaat von Samen.

Rübe

Eine Rübe ist eine Hauptwurzel (Primärwurzel), die zum Zweck der Speicherung besonders verdickt ist, und bei der in die Verdickung zusätzlich noch ein Teil der Sproßachse mit einbezogen ist, mindestens aber das Hypokotyl (z.B. Möhre, Kermesbeere, Zaunrübe). Siehe auch Sproßrübe.

Rückschnitt

Die Zweige von Bäumen und Sträuchern um mehr als die Hälfte kürzen, z.B. der Schnitt von Rosen.

Ruderalfläche

Ruderal werden naturferne, vom Menschen geschaffene Biotope genannt. Ursprünglich bezeichnet das lateinische rudus Erz oder Stein bzw. im Plural Steinschutt. Heute wird unter Ruderalvegetation nicht nur die Vegetation auf Bauschutt u.ä. Stellen verstanden; vielmehr wurde der Begriff auf alle mehr oder weniger nachhaltig vom Menschen gestörte Vegetationstypen ausgedehnt (offen gehaltene Flächen wie Schutt- und Müllplätze, Wege und Wegränder, Bahndämme und Kiesgruben). Nicht zur Ruderalvegetation zählen natürliche Steinschuttböden, wie sie z.B. in den Alpen häufig vorkommen.

Ruderalpflanzen

Pflanzen, die auf stickstoffreichen Schutzplätzen gedeihen/offen gehaltene vorübergehend ungenutzte Flächen