Garten-Glossar
Hier findet Ihr ein Garten-Lexikon, welches sich mit Begriffen von A-Z rund um den Garten beschäftigt. Das Glossar wird ständig erweitert. Ich würde mich über Themenvorschläge freuen.
Glossar S
Speicherwurzel
Eine Speicherwurzel ist im weitem Sinne eine der Nährstoffspeicherung dienende verdickte Wurzel. Im engeren Sinne sind dies in der Regel verdickte Sproßbürtige Wurzeln, die jedoch ihre typische Wurzelgestalt beibehalten haben (z.B. Dahlie, Ackerglockenblume, Knollenplatterbse). Sekundäre Speicherwurzeln dagegen sind meist verdickte Seitenwurzeln.Speierling
Der Speierling (Sorbus domestica L.) ist ein Wildobstbaum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Speierling ist in Deutschland sehr selten geworden, es gibt nur noch wenige Exemplare in der Natur. Aus diesem Grund wurde der Speierling 1993 zum Baum des Jahres gewählt.Spross
Als Spross oder Trieb bezeichnet man meist oberirdisch wachsende, senkrecht nach oben ragende oder auch dem Boden angedrückte Teile einer Pflanze.Sprossachse
Die Sprossachse bezeichnet in der Botanik eines der drei Grundorgane des Kormophyten. Sie verbindet die der Ernährung dienenden anderen beiden Grundorgane Wurzel und Blatt miteinander in beiden Richtungen. Die Sprossachse trägt das Blätterdach und bewegt dieses möglichst günstig zu dessen Umweltbedingungen (siehe Pflanzenbewegung). Sie ist ein Organ, welches sich im Zuge des Landgangs der Embryophyten entwickelt hat. Es dient der Stabilisierung, der Speicherung sowie als Transportorgan für die Wasser-, Nährstoff- und Assimilatleitung.Sproßbürtige Wurzel
Sproßbürtige Wurzeln entstehen endogen an Sprossen und durchbrechen das Rindengewebe. Sie können überall am Sproß entstehen und entwickeln sich vielfach bevorzugt direkt über oder unter den Knoten (z.B. bei Ausläufern oder beim Anhäufeln).Sproßknolle
auch Achsenknolle; orthotrope (aufrecht gewachsene) Sproßknolle: Knolle, bei der nur ein Teil der Sproßachse zu einem verdickten Speicherorgan umgebildet ist (z.B. Kohlrabi). plagiotrope (waagerecht/schräg gewachsene) Sproßknolle: Knolle, bei der die Seitensprosse zu Speicherorganen anschwellen. Diese werden auch als Ausläuferknollen bezeichnet (z.B. Kartoffel, Knollenziest).Sproßrübe
Knolle, bei der alle drei Organteile, also die Achse, das Hypokotyl und die Wurzel zu einem verdickten Speicherorgan umgebildet sind (z.B. Kohlrübe).Spurenelemente
Nährstoffe, die Pflanzen in kleinen Mengen aufnehmen.Stacheln
Stacheln sind ein spitzer umgewandelter Teil der oberen Zellschichten (Epidermis, Rindengewebe). Sie sind also nur Oberflächenstrukturen und enthalten kein tieferliegendes Gewebe, wie z.B. Holz. Stacheln lassen sich daher meist relativ leicht vom Stengel abbrechen, ohne die Pflanze zu verletzen. (Rosen haben Stacheln, Stachelbeeren haben Dornen).Staubblätter
(Stamina): Gesamtheit aller Staubblätter bilden das Androeceum.Stauden
Mehrjährige Pflanze, deren oberirdische Teile meistens im Winter absterben und die im Frühjahr aus dem Wurzelballen neu austreiben; (krautig = nicht verholzend)Steckholz
Steckholz sind ausgereiften verholzte Trieben ohne Laub (Steckholzlänge je nach Art 15-20 cm), die für eine Wintervermehrung zunächst in Sand eingeschlagen oder im Kühlhaus gelagert werden und im Frühjahr in gut vorbereitetem Boden gesteckt werden und festgetreten.Steckling
Stecklinge sind junge und weiche (unausgereifte bis ausgereifte) Triebteilstücke mit Blättern, die zum richtigen Zeitpunkt in Substrat gesteckt bewurzeln und sich je nach Art nach einer bestimmten Zeit zur fertigen Pflanze entwickeln.Steinfrucht
Schließfrucht mit steinharter Innenschicht und saftiger oder wenigstens fleischiger Außenschicht (Kirsche, Walnuß, Flieder).Steingarten
Als Steingarten bezeichnet man eine spezielle Beetform im Garten mit Pflanzen aus der Alpenflora oder trockenheitsresistenten Pflanzen. Nahe verwandt mit dem Steingarten ist eine weitere spezielle Gartenform: das Alpinum. Es besteht zum größten Teil aus Steinen, mit Hilfe derer die hochalpine Situation im Garten nachgestellt wird. Besonders im Alpinum muß auf beste Drainage geachtet werden. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf den Steingarten.Seite 2 von 3


























