Garten-Glossar

Hier findet Ihr ein Garten-Lexikon, welches sich mit Begriffen von A-Z rund um den Garten beschäftigt. Das Glossar wird ständig erweitert. Ich würde mich über Themenvorschläge freuen.

 

Glossar T

Teilung

eine Methode zur Vermehrung von Pflanzen, indem man die Pflanze teilt, jeweils mit seinem Wurzelsystem und einem oder mehr Trieben.

Teppichpfanze

Bodendecker

Terminalknospe

Die oberste Knospe eines Stengels, auch Scheitelknospe genannt. Häufig wird sie von Blättern verdeckt.

Tierbestäubung

(Zoogamie): Die Bestäubung durch Tiere efolgt in unseren Breiten fast nur als Insektenbestäubung (Entomogamie). Die Blütenhülle ist hier als Schauapparat groß ausgebildet und auffällig gefärbt. Nektar und Duftstoffe sind entweder vorhanden (Nektarblumen) oder fehlen (Pollenblumen). Die Staubfäden sind kürzer und die Narbe ist nur wenig geteilt. Viele Pflanzen haben sich an bestimmte Tiere angepaßt. Es existieren Bienenblumen (Hornklee), Hummelblumen (Taubnessel), Wespenblumen (Braunwurz), Falterblumen (Nelke), Fliegenblumen (Efeu) und Käferblumen (Seerose).

Ton

ein feiner Boden, fruchtbar, der aber schlecht durchlässig ist.

Ton- Humus- Komplexe

Das sind Bodenteilchen, die aus mineralischen Bodenbestandteilen, den Tonmineralen, und Humusteilchen zusammengesetzt sind. Durch sie entsteht eine krümelige aber doch stabile Struktur eines Bodens. Die Aggregate sind relativ beständig gegenüber physikalischen Einflüssen (z.B. Regen, extreme Trockenheit, Wind) und speichern Nährstoffe und Wasser in lockeren Bindungen. Außerdem übernehmen sie Pufferfunktion. Ton- Humus -Komplexe können nur im Darm von Bodentieren, wie z.B. Regenwürmern, entstehen. Sie sind extrem wichtig für die Fruchtbarkeit des Bodens

Tonminerale

Tonminerale gehören zur Gruppe der Schichtsilikate (Silikate = Salze der Kieselsäure). Durch ihren schichtweisen Aufbau haben sie eine sehr große Oberfläche. Diese Oberfläche ist negativ geladen und kann positiv geladene Teilchen austauschbar binden - und somit speichern. Auch wichtige Pflanzennährstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium sind solch positiv geladene Teilchen. Außerdem können Tonminerale auch Wasser speichern. Dabei quellen sie stark auf. Im Darm von z.B. Regenwürmern werden sie zusammen mit Humusteilchen zu Ton- Humus - Komplexen "lebendverbaut". Es gibt Zweischicht- und Dreischichttonminerale. Ein hoher Anteil besonders an Dreischichttonmineralen ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Bodenfruchtbarkeit.

Torf

Torf entsteht, wenn sich abgestorbenes Pflanzenmaterial unter Luftabschluß zersetzt. Dabei wird Kohlenstoff angereichert. Torf ist die erste Stufe bei der Entstehung von Kohle. Die besten Bedingungen zur Torfentstehung (Sauerstoffabschluß und niedriger pH-Wert) bestehen in Feuchtgebieten, wie Mooren und Hochmooren. Heutzutage wachsen die Torfschichten in Mooren etwa 1 mm pro Jahr. Beim Abbau von Torf werden Moore zerstört. Moore sind aber wichtige und selten gewordene Lebensräume für zahlreiche Pflanzen - und Tierarten. Werden diese Lebensräume zerstört, ist die dort lebende Artenvielfalt zum Aussterben verurteilt. Im Hobbygarten ist es leicht möglich, Torfprodukte gegen umweltfreundlichere Materialien einzutaschen. Als verantwortungsbewußter Gärtner sollten Sie das auch tun. Mehr zum Thema Torfersatz

Tröpfchenbewässerung

Unter Tröpfchenbewässerung versteht man eine Methode, bei der über ein Schlauchsystem das Wasser Tropfen für Tropfen direkt an die Wurzeln jeder einzelnen Pflanze gebracht wird. Dadurch werden Auswaschungsverluste von Wasser und Nährstoffen verhindert. Das Verfahren schont die Umwelt, weil keine Pflanzennährstoffe wie z.B. Nitrat ins Grundwasser gespült werden. Außerdem wird erheblich Wasser und Arbeitszeit eingespart und die Pflanzen können leichter optimal bewässert werden. Die Nachteile dieser Methode sind hohe Anschaffungs- und Installationskosten sowie ein erhöhter Wartungsaufwand. Für Hobbygärtner gibt es unterschiedliche Systeme von verschiedenen Herstellern in Bau- und Gartenmärkten zu kaufen.