Garten-Glossar

Hier findet Ihr ein Garten-Lexikon, welches sich mit Begriffen von A-Z rund um den Garten beschäftigt. Das Glossar wird ständig erweitert. Ich würde mich über Themenvorschläge freuen.

 

Glossar Z

Zeigerpflanzen

Da Pflanzen und Pflanzengesellschaften an bestimmte Standorte gebunden sind, können sie als Indikatoren für das Vorhandensein und das Ausmaß bestimmter Faktoren dienen (z.B. Stickstoffzeiger, Nässezeiger).

Zerfallfrüchte

Mehrfächige Früchte, die bei der Reife in mehrere, meist einsamige und geschlossen bleibende Teilfrüchte zerfallen.

Ziergarten

Im wesentlichen wird alles, was kein Nutzgarten ist, und damit nicht zur Ernährung genutzt werden kann, als Ziergarten bezeichnet; häufige Verwendung von standortfremden, exotischen bzw. hochgezüchteten Zierpflanzen mit hohem Pflegebedarf und ohne Nutzen für die heimische Tierwelt.

Zoochorie

Zoochorie ist die Ausbreitung von Diasporen (z.B. Samen) verschiedener Pflanzen durch Tiere (Tierausbreitung). Sie ist eine der Formen der Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen. Dabei wird zwischen der Endozoochorie (Diasporen werden gefressen und wieder ausgeschieden), der Myrmekochorie (Ausbreitung erfolgt über Ameisen) und der Epizoochorie (Diasporen haften der Körperoberfläche an) unterschieden.

Zugwurzeln

Zugwurzeln dienen bei zwei- oder mehrjährigen Stauden dem Schutz der Erneuerungsknospen, die durch eine Wurzelverkürzung (infolge starker Querringelung) in Bodennähe oder unter die Erdoberfläche gezogen werden. Junge Rhizome, Zwiebeln oder Knollen werden nach der Keimung durch solche Wurzeln in die endgültige Wuchstiefe unter der Erdoberfläche gezogen.

Zungenblüte

Die äußeren, schmal-lanzettartigen Blütenblätter bei Korbblütlern (z.B. Gänseblümchen,Margeriten).

Zusammengesetzt

Zusammengesetzt sind Blätter, die aus mehreren, völlig getrennten Abschnitten bestehen, die entweder einen Stiel aufweisen oder sich wenigstens in eine stielartige Basis verjüngen. Sammelbegriff für gefiederte, gefingerte und (manche) fußförmige Blätter.

Zweifaches Umgraben

eine Bearbeitungstechnik, bei der der Boden in doppelter Spatentiefe umgegraben wird.

Zweig

ein Trieb mit Hauptast oder Stamm einer holzigen Pflanze.

Zweihäusig

(diözisch): Die eingeschlechtlichen männlichen Blüten befinden sich auf anderen Pflanzenindividuen als die eingeschlechtlichen weiblichen Blüten (z.B. Weide).

Zweijährige

(Bienne): Krautige, einmal blühende Pflanze, die im 1.Jahr im Frühjahr oder Frühsommer keimt und in der Regel bis zum Herbst eine Blattrosette ausbildet. Im 2. Jahr entwickelt sich der Blütenstand und nach erfolgter Samenbildung stirbt die Pflanze ab.

Zwiebel

Eine Zwiebel (auch Zwiebelsproß oder Blattknolle genannt) ist ein meist unterirdischer stark gestauchter Sproß (mit der so charakteristischen Form und einer typischen Gliederung), bei dem die Blattbasen oder ganze Niederblätter schuppenförmig verdickt sind und Nährstoffe speichern (z.B. Tulpe, Narzisse, Hyazinthe). Man unterscheidet zwischen einer Schalenzwiebel (z.B. Küchenzwiebel, Tulpe), bei der die angeschwollenen Blattbasen die gestauchte Achse schalenförmig umgeben, und einer Schuppenzwiebel (z.B. Türkenbundlilie), bei der die angeschwollenen Niederblätter des Sprosses sich einander dachziegelartig überdecken. Im Gegensatz zur Knolle ist bei der Zwiebel im Herbst die Blüte für das kommende Jahr bereits fertig ausgebildet.

Zwiebelblumen

Pflanzen, bei denen sich fleischige Blätter zu Speicherorganen umgebildet haben. Nach der Blüte bilden die grünen Blätter neue Nährstoffe, die über die Leitungsbahnen in die Zwiebeln transportiert werden. Deshalb nie zurückschneiden. Nach der Blüte die Köpfe abschneiden, damit die Pflanze keinen Samen ausbildet, der die Zwiebel viel Kraft kostet. Nach einigen Wochen sterben die oberirdischen Blätter ab, sie ziehen ein, die Zwiebel ruht bis zum nächsten Austrieb.

Zwiebelchen

ein kleines, zwiebelähnliches Organ, oft in einer Blattachsel, an einem Stengel oder Blütenkopf.

Zwiebelknolle

Sproßknolle, die äußerlich einer Zwiebel ähnelt (z.B. Gladiole, Krokus, Lerchensporn).

Zwitterblüten

Bei der Zwitterblüte sind männliche und weibliche Blütenteile auf derselben Blüte vereinigt (zweigeschlechtliche, bisexuelle oder vollständige Blüte). Den eingeschlechtlichen Blüten fehlen dagegen entweder die Staubblätter (= Sitz der männlichen Geschlechtszellen, der Pollen) oder die Fruchtblätter (= Sitz der weiblichen Geschlechtszellen, der Eizelle).