
Ameisen zählen eigentlich nicht zu den Schädlingen, denn als Abfallbeseitiger haben sie eine nützliche Aufgabe im Garten. Lästig können sie jedoch werden, wenn sie ihre Nester unter Terrassenplatten und Steinwegen anlegen und in allzu großer Zahl auftreten.
Vor allem aber ihre Vorliebe für Blatt- und Wurzelläuse macht die Ameisen bei Gärtnern unbeliebt. Sie laben sich und ihre Nachkommen an den klebrig-süßen Ausscheidungen der Läuse, dem Honigtau. Die Ameisen wehren sogar die Angriffe natürlicher Feinde von ihren „Melkkühen“ ab und transportieren die Läusebrut im Frühjahr an die Gartenpflanzen. Da die Ameisen einen sehr empfindlichen Geruchssinn haben, kann man sie mit stark riechenden Substanzen verwirren. Im Gartenfachhandel gibt es Ameisenstreumittel auf Duftstoffbasis, die die Krabbeltiere vertreiben. Einen Versuch wert sind auch Zimt, Lavendel, Majoran und Tomatenblätter, jeweils auf die Laufstraßen gestreut oder gelegt. Die heimkommenden Arbeitsameisen werden dadurch desorientiert und finden das Nest nicht mehr. Radikaler ist die Methode, das Erdnest der Ameisen mit einem flachen Stein oder Dachziegel abzudecken, unter den man eine „Ameisen-Köderdose“ legt. Die Arbeitsameisen bringen die tödliche Speise ins Nest und vernichten damit die eierlegenden Königinnen und ihre Brut. Ebenso tödlich ist das Übergießen des Ameisennestes mit kochendem Wasser. Gezielt anlocken lassen sich die Ameisen durch hohe Gläser mit Honig- oder Marmeladeresten. So gefangen, können die Tiere an anderer Stelle wieder ausgesetzt werden.