Blattläuse

Blattläuse sind die bekanntesten Pflanzenschädlinge. Die weichhäutigen, teils geflügelten Insekten schädigen Pflanzen nicht nur durch ihre Saugtätigkeit, sondern verschmutzen die Blätter mit ihrenklebrigen Honigtauausscheidungen. Damit sind sie oft Wegbereiter für Rußtaupilze. Außerdem locken sie mit ihrem Honigtau Ameisen an, die die Blattläuse vor natürlichen Feinden verteidigen. In trockenen, warmen Frühsommern können sich Blattläuse massenhaft vermehren. Nützliche Insekten wie Flor- und Schwebfliegen, Marienkäfer und Schlupfwespen setzen den Blattläusen natürliche Grenzen. Läusekolonien an Obststräuchern oder Rosen können mit einem scharfen Wasserstrahl abgespritzt werden. Stark verlauste Triebe ganz wegschneiden. Spezielle Pflaster mit insektizidem Inhalt wirken – einmal angebracht – zwei Monate gegen Blattläuse (z.B. Blattlausfrei-Pflaster oder Rosen-Pflaster von Celaflor). Sie werden um die Stängel der Pflanzen gelegt. Bei übermäßiger Vermehrung der Blattläuse können nützlingsschonende Mittel auf Rapsöl- oder Fettsäurebasis (z.B. Schädlingsfrei Neem oder Neudosan) eingesetzt werden. Auch die selbst gemachte Seifenbrühe wirkt gegen Blattläuse. Um Blattläuse von Obstbäumen fernzuhalten, hat es sich bewährt, die Baumscheiben mit Kapuzinerkresse zu bepflanzen. Die Blumen ziehen schwarze Läuse magisch an. Es ist nicht unbedingt nötig, sofort einzugreifen, wenn sich Blattläuse auf den Pflanzen zeigen. Meist stellen sich kurze Zeit später Nützlinge ein, und einen leichten Befall verkraften die meisten Pflanzen.