Blattwanzen

Nur wenige der vielen Hundert Wanzenarten saugen an Pflanzen, einige haben sich auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert, z.B. die Beerenwanze. Wir fassen die verschiedenen pflanzenschädigenden Wanzenarten unter der Bezeichnung Blattwanzen zusammen. Die erwachsenen Wanzen und ihre Larven saugen mit ihrem kräftigen Mundstachel mit Vorliebe an jungem Pflanzengewebe und Früchten. Sie verursachen dabei Stichwunden, die sich in zerlöcherten Blättern oder missgebildeten Früchten äußern. Zusätzlich geben die Wanzen mit ihrem Speichel Giftstoffe (Toxine) in die Pflanzenteile ab, Folge sind oft verkrüppelte Triebe. Der Wanzengestank verdirbt dem Gärtner außerdem jeglichen Appetit auf Obst. Gefährdet sind Gemüse, Zierpflanzen und Obst vor allem in der Nähe von Wiesen, wo viele verschiedene Wanzenarten leben. Trotz allem sind die Schäden durch Blattwanzen in der Regel nicht gravierend. Wegen ihres penetranten Geruchs haben die Wanzen kaum natürliche Feinde. Gemüsefliegennetze halten die größeren Blattwanzen mit Erfolg ab. Bei Obststräuchern und -bäumen hilft eine Behandlung mit paraffinöl-haltigen Mitteln oder mit Pyrethrum-Produkten (schädigen allerdings auch Nützlinge) . Die Bekämpfung wird erschwert, da die Wanzen schon bei Annäherung eines Schattens blitzartig auf die Blattunterseiten huschen.