
Bei den Erdraupen handelt es sich um die Larven verschiedener Eulenfalterarten. Diese Nachtschmetterlinge sind unauffällig braun oder grau gefärbt. Sie legen ihre Eier an die Unterseite von Gemüsepflanzen oder Erdbeeren. Die dicken,
bräunlichen oder grünlichen Raupen werden erst in der Dämmerung aktiv und verstecken sich tagsüber in Erdlöchern. Sie zerfressen Blätter und junge Triebe, unterirdisch auch Wurzeln. Die Pflanzen welken und sterben ab. Charakteristisch ist, dass sich die Raupen bei Berührung sofort zusammen rollen. Gefährdete Pflanzen wie z.B. Kohl (Schädling dort: Kohleule) regelmäßig nach Eiern absuchen. Nachts mit der Taschenlampe auf Raupenjagd gehen. Den Boden um welkende Pflanzen aufgraben und nach Raupen suchen. Kohl, Zwiebeln, Möhren und Salat in Mischkultur z.B. mit Tomaten oder Sellerie anbauen. Diese stark riechenden Pflanzen wehren die Falter ab. Beim ersten Auftreten der Raupen Nützlinge einsetzen. Parasitäre Nematoden (Fadenwürmer) dringen in die Raupen ein und töten diese ab. Die Nematoden werden mit dem Gießwasser ausgebracht. Sie sind per Bestellgutschein im Gartenfachhandel erhältlich.