Maulwürfe

Der halbblinde Maulwurf mit seinem samtig-weichen Fell legt ein weit verzweigtes Gängesystem unter der Erde an. Mit seinen kräftigen, grabeschaufel-ähnlichen Vorderfüßen befördert er die ausgebuddelte Erde nach oben und wirft die typischen Hügel auf. In einem weichen Nest aus Moos und Gras bringen die Maulwurf-Weibchen ihre Jungen zur Welt. Die Erdhügel im Rasen oder in frisch bepflanzten Beeten und umgefallene Jungpflanzen ärgern viele Gärtner. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass der Maulwurf ein ausgesprochener Nützling ist, weil er große Mengen an Raupen, Engerlingen, Insekteneiern, Schnakenlarven und Schnecken vertilgt. Der Maulwurf steht unter Naturschutz und darf nicht getötet werden. Vertreiben kann man Maulwürfe durch Gerüche, die ihrer feinen Nase unangenehm sind. Im Gartenfachhandel sind Mittel auf Duftstoffbasis erhältlich (z.B. Maulwurf-Schreck von Neudorff), die in nicht zu weiten Abständen in die Gänge gelegt werden. Klangspiele, die auf Metallpfosten montiert werden, sollen wirkungsvoll sein. Ultraschallgeräte zur Vertreibung von Maulwürfen (und Wühlmäusen) sind in ihrer Wirkung umstritten. Sie senden Schallwellen aus, die für Menschen nicht wahrnehmbar sind, aber die Tiere in die Flucht schlagen sollen.