Wühlmäuse

Die Wühlmaus wird auch Schermaus, Wollmaus oder Erdratte genannt. Sie legt ein verzweigtes Gängesystem unter der Erde an. In ihrem Nest bringen die Weibchen jährlich bis zu 25 Junge in 3 bis 4 Würfen zur Welt. Wo Wühlmäuse am Werk sind, welken Obstbäume, Rosen oder Gemüsepflanzen oder kippen plötzlich um. Die Mäuse fressen mit Vorliebe an Pflanzenwurzeln, Blumenzwiebeln, Kartoffeln und Wurzelgemüse und können dabei große Schäden anrichten. Abwehrpflanzen einsetzen: Kaiserkrone, Kreuzblättrige Wolfsmilch, Knoblauch und Hundszunge sollen Wühlmäuse fern halten. Mit Topinambur-Pflanzen kann man Wühlmäuse gezielt anlocken. Sie fressen äußerst gerne die Topinambur-Knollen und werden so von den anderen Gartenpflanzen abgelenkt. Flaschen mit der Öffnung nach oben schräg in den Boden graben. Der Wind erzeugt darin ein pfeifendes Geräusch, das Wühlmäuse in die Flucht schlagen soll. Blumenzwiebeln oder Obstbäume mit einem Korb aus Drahtgeflecht vor den Mäusezähnen schützen. Kunststoffkörbe nützen nicht, sie werden mühelos durchgebissen. Manchmal sind sie durch wellenförmige Linien an der Erdoberfläche oder kleine Erdhaufen zu erkennen (kleiner als Maulwurfshügel). Mit einem Stock prüfen, ob die Erde darunter nachgibt. Im Unterschied zu den flachen Maulwurfsgängen sind die Wühlmausgänge hoch oval. In die Gänge stark riechende Pflanzen wie Thujazweige oder Nussbaumblätter legen. Auch Menschenhaare sollen eine äußerst abschreckende Wirkung auf Wühlmäuse haben (wenn Sie nicht Ihre Haarpracht opfern möchten, einfach beim nächsten Friseur fragen). Im Gartenfachhandel sind spezielle Wühlmaus-Fallen erhältlich, die in die Gänge gestellt werden. Spezielle Wühlmausköder (z.B. Quiritox oder Wühlmausköder Arrex) vergiften die Mäuse. Im Gegensatz zu den meisten anderen Blumenzwiebeln scheinen Narzissen den Wühlmäusen überhaut nicht zu schmecken. Narzissenzwiebeln werden nicht gefressen.