Schattenpflanzen

Die besten Pflanzen für den Schatten

I
m Schatten gedeihen Zwiebelblumen, Stauden und Gehölze, sie bieten unzählige Möglichkeiten für stimmungsvolle Gestaltungen. Bewährte Arten und Sorten werden hier mit ihren Eigenschaften, Ansprüchen und Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt.
Hier sind die Pflanzen nach ihrem Wuchseigenschaften unterteilt. Stauden, Zwiebelblumen, Gräser, Farne und Gehölze für den Schatten werden in Kurzbeschreibungen dargestellt.
Die Stauden, also die ausdauernden, krautigen (= nicht verholzenden) Pflanzen, bestimmen das Bild von Pflanzungen im Schatten. Für den Gestalter stehen die Blüten- und Blattschmuckstauden im Mittelpunkt. Bodendecker ermöglichen eine pflegeleichte Bepflanzung, die durch die Ergänzung mit höheren Stauden sowie durch Gräser, Farne und Zwiebelpflanzen aufgelockert werden kann. Entscheidend für den Erfolg sind die richtigen Pflanzabstände.

 

Farne Stauden Gräser


Im Garten unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen des Schattens.

Der leichte Schatten

Im leichten Schatten wird nur ein Teil der Sonnenstrahlen verdeckt. Es gelangt noch sehr viel Licht an die Pflanzen. In der Natur spricht man vom leichten Schatten unter Gehölzen mit sehr weichen Blättern, wie beispielsweise einem Trompetenbaum (Catalpa). Auch unter einer hellen Stoffmarkise oder einem grobmaschigen Schattiernetz trifft man leichten Schatten an.


Der Streuschatten

Wechseln sich Sonnenlicht und Schatten fleckig ab, spricht man von Streuschatten. Er wird dadurch hervorgerufen, dass die Baumkrone nur schwach beziehungsweise löchrig belaubt ist. Auch unter einer Pergola oder einem Laubengang findet man Streuschatten an. Diese Lichtsituation ermöglicht viele ansprechende Gestaltungen, die durch das Wechselspiel aus Licht und Schatten von Natur aus sehr lebendig wirken.

Der Halbschatten

Von Halbschatten spricht man, wenn die Fläche im Laufe des Tages sowohl besonnt als auch schattig ist. Beete im Halbschatten sind vor allem begehrt, wenn man morgens und nachmittags Sonnenlicht hat, aber in den heißen Mittagsstunden die Pflanzen vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt sind.

Der tiefe Schatten

Unter großen alten Bäumen herrscht tiefer Schatten, ebenso in Innenhöfen. Mitunter können hohe angrenzende Bauwerke das Sonnenlicht dauerhaft verdecken. Zwar stehen für diese Plätze nicht mehr allzu viele Pflanzen zur Auswahl, doch es sind immer noch genügend, um eine abwechslungsreiche Bepflanzung zu gestalten.

 

Der trockene Schatten

Dichte Blattkronen sind in der Natur die Ursache für sehr geringe Bodenfeuchtigkeit. Im Hausgarten sind dagegen meist bauliche Gegebenheiten der Grund für zugleich wenig Licht und wenig Wasser. Dachüberstände, breite Mauerkronen und Pergolen verhindern, dass Regentropfen auf die Erde treffen. Die Ansiedlung von Pflanzen ist an solchen Stellen relativ schwierig. Es sei denn, man verwendet Bewässerungshilfen, die eine Ausdehnung des Wurzelwerkes fördern, sodass sich die Pflanzen schließlich selbst aus tieferen Bodenschichten mit Wasser und Nährstoffen versorgen können.

Der feuchte oder nasse Schatten

In der Nähe von Bachläufen, bei hohem Grundwasserstand oder über wasserundurchlässigen Schichten sammelt sich die Feuchtigkeit im Oberboden. In der Natur trifft man diese Situation häufig an. Zugleich haben sich hierauch eine ganze Reihe von Arten angesiedelt, die den Mangel an Licht und den Überschuss an Wasser ertragen. Im Garten findet man dies meist durch künstliche Situationen. Durch den technischen Aufbau der Erdschichten muss dafür gesorgt werden, dass die Feuchtigkeit gehalten wird, damit die typischen Pflanzen für solche Plätze, wie beispielsweise Primeln (Primula) und verschiedene Farne, einen ihren Bedürfnissen entsprechenden Standort vorfinden. Hier einige Pflanzen , die frischen bis feuchten, keinesfalls trockenen Boden bevorzugen.